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Entlastungskanäle und Tränkbachrenaturierung

Abwasserverband investiert wegen Entwässerung des Neubaugebietes Brühl

Das Egelsbacher Neubaugebiet Brühl macht umfangreiche Änderungen im Kanalsystem westlich der K 168 und eine Renaturierung des Tränkbaches erforderlich. Dies hat am Donnerstag der Geschäftsführer des Abwasserverbandes Langen/Egelsbach/Erzhausen, Werner Hötzel, mitgeteilt. Die Verbandsversammlung habe die beiden Projekte in dieser Woche mit der einstimmigen Verabschiedung des Wirtschaftsplanes für 2006 auf den Weg gebracht.

Für das Neubaugebiet, in dem einmal bis zu 1800 Menschen wohnen sollen, wird es eine Mischwasserentsorgung – also gemeinsame Kanäle für das Schmutz- und das Regenwasser - geben. Sie ist nach Untersuchungen der dafür von der Gemeinde beauftragten Terramag GmbH, die das Brühl erschließt, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die beste Lösung. Das zusätzliche Mischabwasser aus dem Neubaugebiet wird über den vorhandenen Nordsammler, der ausreichend dimensioniert ist, durch die Wolfsgartenstraße und die Trift in Richtung der Verbandskläranlage abgeleitet.

Bei einem starken Regen – wenn der Kanal das Wasser nicht mehr komplett aufnehmen kann - würden dann allerdings am so genannten Trennbauwerk auf der Trift zusätzliche Mengen aus dem Brühl in den Tränkbach geleitet. Dafür ist nach dem hessischen Wassergesetz eine Einleitegenehmigung durch das Regierungspräsidium Darmstadt erforderlich. „Damit wir diese Genehmigung erhalten, müssen die jetzt von der Verbandsversammlung beschlossenen Vorhaben realisiert werden“, sagte Hötzel. Entwickelt worden seien sie von der Terramag in Zusammenarbeit mit Fachbüros und in Abstimmung mit dem RP.
Voraussetzung für die Einleitegenehmigung ist nach Hötzels Worten, dass die bisherigen Überflutungsflächen im Tränkbachbereich ab Höhe des Weges „Im Bruch“ bei wolkenbruchartigen Niederschlägen nicht stärker als bisher überschwemmt werden. Um dies zu erreichen, baut der Abwasserverband zusätzliche Entlastungskanäle mit neuen Einleitestellen in den Tränkbach. Im gleichen Zuge werden vorhandene Kanäle in der Nonnenwiese stillgelegt. Außerdem werden die Kanäle in den Wegen südlich der Trift an den Nordsammler angeschlossen.

Ein neues Landesgesetz verlangt für Einleitegenehmigungen, dass der natürliche Zustand und die Selbstreinigungskraft von betroffenen Gewässern deutlich zu steigern ist. Deshalb wird der Abwasserverband den Tränkbach umfangreich umgestalten. Hötzel spricht von vielen Kurven, von Tothölzern und Inselbereichen. Auch zusätzliche Bepflanzungen wird es geben.

Die Arbeiten für die Renaturierung und die Kanäle beginnen im kommenden Frühjahr und werden mindestens ein Jahr dauern. Die Gesamtkosten betragen rund 3,3 Millionen Euro. „Die Ausgaben führen aber nicht zu einer Gebührenerhöhung“, erklärte Hötzel. Denn die Finanzierung des Projektes würde durch die Kanalgebühren sichergestellt, die die künftigen Brühlbewohner zahlen.

 

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