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Den Keller vor Überschwemmungen schützen

Abwasserverband gibt im Internet wertvolle Tipps

Starke Regengüsse und Gewitter, wie sie gerade in der jetzigen Jahreszeit vorkommen, können Hausbesitzern und Mietern arg zusetzen. Falls tiefer liegende Gebäudeteile nicht wirksam gegen einen Rückstau in der Kanalisation gesichert sind, kann es zu Überschwemmungen kommen. Darauf hat jetzt der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hingewiesen. Im Internet unter www.abwasserlee.de gibt der Verband in der Rubrik „Abwassertechnik“ unter „Rückstau“ wertvolle Hinweise, wie Wasserschäden vermieden werden können.

„Mangelnde Vorsorge kann teuer werden, zumal Hausbesitzer gegenüber ihren Mietern haften“, betonte Verbandsgeschäftsführer Werner Hötzel. Bei Verstößen gegen die Bauordnungsvorschriften würden Versicherungen die Haftung bei Wasserschäden ablehnen. Hötzel empfiehlt deswegen, die Hausentwässerungsanlagen auf die fachtechnischen Vorschriften und die rechtlichen Vorgaben hin von Fachleuten überprüfen und falls erforderlich nachrüsten zu lassen.

„Rückstausicherung ist nichts für Heimwerker“, sagte Hötzel. Hausbesitzer sollten sich unbedingt von Sanitärinstallateuren, Architekten oder Ingenieurbüros für Haustechnik beraten lassen. Außerdem müssten Rückstausicherungen regelmäßig gewartet werden, um ihre Funktion sicher zu stellen. Auf seiner Homepage hat der Abwasserverband anschaulich illustriert, wie schnell bei einem starken Regen ein Keller vollaufen kann, aber auch, wie ein wirkungsvoller Rückstauschutz aussieht. Ursache für den Rückstau ist, dass öffentliche Abwasserkanäle aus wirtschaftlichen Gründen nicht so groß dimensioniert werden können, dass sie jeden Starkregen problemlos ableiten. Steigt das Wasser im Kanal bis zur Straßenoberkante – der so genannten Rückstauebene – wird es nicht nur aus den Schachtdeckeln gedrückt. Über die Entwässerungsleitungen setzt sich der Rückstau auch in die angrenzenden Gebäude fort.

Der beste Schutz, um dann drohende Überschwemmungen zu verhindern, ist der Verzicht auf Entwässerungsreinrichtungen unterhalb der Straßenoberkante. Das machen aber die wenigsten Hausbesitzer. Wer eine Toilette im Keller hat, muss über eine Hebeanlage, also eine Pumpe, entwässern. Das Schmutzwasser wird dabei über die Rückstauebene gepumpt, bevor es in den Kanal gelangt. Anderes Schmutzwasser wie zum Beispiel aus Waschmaschinen, Waschbecken, Bädern oder Duschen sollte ebenfalls rückstaufrei weggepumpt werden. Alternativ kann es auch über Kellerabläufe mit Rückstau-Doppelverschluss oder über durchgehende Rohrleitungen mit Absperrvorrichtungen gegen Rückstau abgeleitet werden. Wenn kein Schmutzwasser abgelassen wird, sollte der Notverschluss stets verschlossen bleiben.

Das Wasser aus Leitungen von Obergeschossen und den Dächern muss ungehindert ablaufen können. Rücksauverschlüsse dürfen deshalb auf keinen Fall in den Revisionsschacht vor dem Haus eingebaut werden. Außen liegende Kellertreppen und Lichtschächte sollten mindestens 10 bis 15 Zentimeter über das umgebende Gelände hochgezogen werden. In Kellerabgängen sollten die Bodenabläufe an eine Hebeanlage angeschlossen sein. Abflussprobleme bei der Grundstücksentwässerung können aber auch durch verwurzelte Kanäle verursacht werden. Tiefwurzelnde Bäume oder Sträucher gehören deshalb nicht in die Nähe der Hausanschlussleitung.

 

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