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Kanalverlegung wie beim Tunnelbau

Österreichische Spezialfirma treibt Rohre unterirdisch voran

Es ist unübersehbar: Im Westen von Egelsbach werden neue Kanalrohre verleget. Der Abwasserverband stellt damit die Entwässerung für das Neubaugebiet im Brühl sicher. Unter anderem ist es erforderlich, zusätzliche Entlastungskanäle mit neuen Einleitestellen in den Tränkbach zu bauen. Sie werden bei starken Niederschlägen in Anspruch genommen, wenn der Nordsammler das Wasser nicht mehr komplett aufnehmen kann. Im Neulandweg und bis zum Tränkbach-Auslass auf der Erzhäuser Allee kommt ein besonderes Verfahren zur Anwendung. Auf einer Länge von 500 Metern werden die Kanalrohre unterirdisch vorangetrieben. Eine Methode, die vergleichbar ist mit dem Bau eines Tunnels und von einer österreichischen Spezialfirma bewerkstelligt wird.

„Wir haben auf den beiden Wegen, vor allem zwischen den Heidelbeerplantagen, wenig Platz. Außerdem steht das Grundwasser sehr hoch“, sagt Werner Hötzel, Geschäftsführer des Abwasserverbandes. Eine offene Bauweise wäre dadurch relativ aufwendig geworden. „Die jetzt angewandte Technik ist da günstiger“.

Mit dem so genannten Microtunneling wurde in der vergangenen Woche auf dem Neulandweg begonnen. Die Österreicher – die Firma Braumann-Tiefbau GmbH – werden dabei von der Heinrich Lauber GmbH (Coswig und Dillenburg) unterstützt. In die Erde gebracht werden die jeweils drei Meter langen und im Durchmesser einen Meter messenden Rohre in fünf Meter tiefen Schächten. Nötig ist es, alle 100 Meter einen Schacht anzulegen. Nach Einlass in die Schächte sorgt ein rotierender Bohrkopf dafür, dass die Rohre im Erdreich vorwärts gelangen. Der Pressdruck beträgt immerhin 120 Tonnen. Der Boden selbst wird verflüssigt und über Spülleitungen abgetragen. Pro Tag schreiten die mit modernster Computertechnik überwachten Arbeiten etwa 10 bis 20 Meter voran. In zwei bis drei Monaten soll der Tränkbach erreicht sein.

Der Bach selbst wird umfangreich renaturiert. Denn ein neues Landesgesetz verlangt für Einleitegenehmigungen, dass der natürliche Zustand und die Selbstreinigungskraft der jeweiligen Gewässer deutlich gesteigert werden. Für den Tränkbach bedeutet dies auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern vom Anglerheim bis zur Einmündung in den Hegbach viele Kurven, Staustufen, Totgehölze, Inseln und zusätzliche Bepflanzungen.

 

 

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