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Risse in der Druckleitung

Abwasserverband muss mit Millionenaufwand im Wald neue Rohre verlegen

Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen erneuert mit Millionenaufwand zwei Druckleitungen im Wald direkt hinter Schloss Wolfsgarten. Die wenigsten Jogger, Walker und Radler werden wissen, dass unter der Gutwiesenschneise – einer beliebten Route für Freizeitsportler – Kanalrohre verlaufen. Durch sie pumpt der Verband das Abwasser von der Vorbehandlungsanlage Egelsbach (südwestlich von Schloss Wolfsgarten) in die Kläranlage westlich von Langen-Oberlinden.

Die Brühe stammt aus Langen Süd und Langen Mitte, aus Egelsbach sowie aus Erzhausen und wird in der Kläranlage gereinigt.
Vor einiger Zeit bildete sich auf der Schneise eine immer größere Wasserlache. Sie rief erst den Forst auf den Plan und dann den Abwasserverband. Dessen Geschäftsführer Werner Hötzel wusste bei einem Ortstermin sofort Bescheid: „Das riecht wie Abwasser, ist Abwasser und kann also nur aus der Druckleitung stammen.“ Eiligst wurde die Stelle aufgegraben und der Verdacht bestätigte sich. Beide Leitungen hatten Risse, die sofort provisorisch überbrückt wurden.

Die beiden Leitungen von jeweils einem halben Meter Durchmesser – eine ist zur Reserve – wurden in den 1970er Jahren verlegt und sind aus Asbestfaserzement. „Dieses Material ist spröde wie Glas und geht bei mechanischer Belastung leicht kaputt“, erläutert Hötzel. Vermutlich hätten aber vor allem Setzungen im Erdreich zu den Schäden geführt.
Nach Angaben des Verbandsvorstehers und Langener Bürgermeisters Frieder Gebhardt kostet die Erneuerung der Leitungen einschließlich der Entsorgung des Asbestzements rund 3,1 Millionen Euro. Das ist wahrlich kein Pappenstil, aber wir müssen das Geld ausgeben, sonst besteht die Gefahr, dass es zu weiteren Leckagen kommt“, sagt Gebhardt. Im schlimmsten Falle laufe die Schmutzbrühe in den nahen Sterzbach und das gelte es unter allen Umständen zu verhindern.

Die Ausgaben werden wahrscheinlich zu einer Erhöhung der Verbandsumlagen führen. Ab 2010 müssen die Mitgliedsgemeinden per anno voraussichtlich 200.000 Euro mehr berappen. Insgesamt würde die Umlage dann 6,1 Millionen Euro betragen.

Die Strecke von der Egelsbacher Pumpstation bis zur Kläranlage ist etwa 1800 Meter lang. Hötzel will den Auftrag im Sommer vergeben und mit den Arbeiten bis Spätherbst beginnen. Als Bauzeit rechnet er mit einem halben Jahr. Verlegt würden dann Leitungen aus stabilem Kunststoff. Wenn die Bagger anrücken und die Erdhügel aufgeschichtet werden, wird es im Wald kleinere Umleitungen für die Freizeitsportler geben.

 

 

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