Banner_wd_1_6_Betr
Banner_wd_1_6_Faulb
Banner_wd_1_6_Manom
Banner_wd_1_6_Regenb

Für Straßenbau allein Gemeinde zuständig

Abwasserverband mit Kanälen im Terminplan

Nach Zeitungsberichten haben Egelsbacher Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung den Abwasserverband wegen „Geröllwüsten im Ortskern“ und noch nicht fertig gestellter Bauarbeiten im Bereich der Trift scharf kritisiert, ihm Verzögerungen, eigenmächtiges Handeln und wenig Kooperation unterstellt. Die Vorwürfe sind nach den Worten von Verbandsvorsteher Dieter Pitthan jedoch völlig haltlos. Er wundert sich, dass sie nicht schon in der Sitzung durch seinen Stellvertreter im Verbandsvorstand und Egelsbacher Bürgermeister Rudi Moritz entkräftet wurden. Schließlich sei er über alle Fakten informiert. Auch für CDU-Fraktionschef Frank Taulin, der in der Sitzung offenbar besonders vehement gegen den Abwasserverband gepoltert hatte, wäre es ein Leichtes gewesen, sich auf dem Laufenden zu halten. „Er ist Mitglied der Verbandsversammlung und wenn ihm etwas unklar ist, hätte er nur zum Telefonhörer greifen müssen – was im Übrigen auch für alle anderen Gemeindevertreter gilt“, meinte Pitthan.

Zur Sache: Der Abwasserverband hat unter anderem die Aufgabe, sich um die Erweiterung, Pflege und Unterhaltung der Abwasseranlagen der Gemeinde Egelsbach zu kümmern. Im September vorigen Jahres begann der Verband in der Kirchstraße und im westlichen Gemeindegebiet mit umfangreichen Kanalerweiterungen und –reparaturen. Weil dabei der Presslufthammer eingesetzt werden musste, hatte die Gemeinde aus wirtschaftlichen Gründen beschlossen, die Straßen auch gleich komplett zu erneuern. Ebenfalls um Geld zu sparen, wurde der Straßenbau auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde zusammen mit den Kanalbauarbeiten durch den Verband beauftragt und an eine Fachfirma und an ein Ingenieurbüro vergeben.

Nach den Worten von Geschäftsführer Werner Hötzel darf der Verband laut seiner Satzung und nach dem Wasserverbandsgesetz zwar keine Straßen planen, bauen und betreiben. Der in Egelsbach gewählten Vorgehensweise habe die Kommunalaufsicht aber zugestimmt.

Für die Abwicklung der Straßenbauarbeiten war von Anfang an allein die Gemeinde zuständig. Die Bauamtsmitarbeiter nahmen dazu bis November an den Baustellenbesprechungen teil – als dann Probleme auftauchten jedoch nicht mehr. In der Kirchstraße liegen die Versorgungsleitungen im Fußwegebereich, der künftig als Straße genutzt werden soll, zu hoch und müssen durch den Einsatz besonderer Materialien, die sehr teuer sind,
geschützt oder umverlegt werden. Wie sich die Gemeinde, nachdem inzwischen mehrere Monate ins Land gegangen sind, in Absprache mit den Versorgungsunternehmen entscheidet, ist dem Verband nicht bekannt. Er kann, sagt Verbandsvorsteher Pitthan, die Entscheidung auch nicht beeinflussen und deswegen das Ende der „Geröllwüste“ nicht beschleunigen. Dies sei Aufgabe der Gemeinde, die es ebenso wie die von ihr beauftragten
Straßenplaner offenbar versäumt habe, sich vor Beginn der Bauarbeiten über die Lage der Versorgungsleitungen Gedanken zu machen. Mit diesem Wissen hätte die Gemeindevertretung möglicherweise der vorgeschlagenen Gestaltung der Kirchstraße nicht zugestimmt.

Im Wohngebiet „Auf der Trift“ hat die Gemeinde nach Vergabe der Straßenbauarbeiten die Ausführung geändert und Spielstraßen mit deutlich mehr Stellplätzen beschlossen. Um sie zu markieren, hätte es wesentlich mehr Schnittflächen im Pflaster gegeben. Die Baufirma lehnte deshalb die Gewährleistung ab. Das beauftragte Ingenieurbüro veranlasste daraufhin in Abstimmung und mit Wissen der Gemeinde eine technisch gleichwertige
und kostengünstigere Verlegung. Die Arbeiten wurden allerdings durch die Gemeinde im Dezember gestoppt. Das bis dahin verlegte Pflaster musste wieder entfernt werden. Im März stimmte die Gemeinde dann mit der Baufirma ohne Beteiligung des Verbandes und des Ingenieurbüros die Verlegung mit anderen Pflastersteinen ab. Diese Arbeiten sind derzeit noch im Gang.

Mit seinen Kollegen Rudi Moritz und Dieter Karl aus Erzhausen (ebenfalls stellvertretender Verbandsvorsteher) kam Pitthan vor mehr als zwei Monaten überein, dass die Gemeinde Egelsbach wegen der aufgetretenen Probleme für den Straßenbau an Stelle des Verbandes in die bestehenden Bau- und Planungsverträge eintritt. Die von einem Notar unverzüglich aufgestellten Vertragsergänzungen liegen der Gemeinde bereits sei Ende
März vor – bisher ohne irgendeine Reaktion, geschweige denn einer Zustimmung. Unterdessen sind die vom Abwasserverband zu verantwortenden Kanalarbeiten zu etwa 80 Prozent fertig gestellt und werden termingerecht bis voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen. Die Kanäle im Baugebiet „Brühl“ hat die Gemeinde ohne Beteiligung des Verbandes verlegen lassen. Sie sind somit ihr Eigentum, obwohl Abwasserverband und Gemeinde im
Jahr 2001 vereinbarten, dass die Ortskanalisation Egelsbach durch den Verband übernommen wird und nur dieser sich um die Unterhaltung und die Erweiterung kümmert. Die Herstellungskosten im Brühl wurden von den Grundstücksbesitzern über die Erschließungsbeiträge bezahlt. Die Gemeinde hat dafür kein Geld ausgegeben.

Über die Übernahme der Kanäle müsse die Verbandsversammlung beraten und entscheiden, sagte Pitthan. Dabei gelte es zudem, die Verwendung der Erschließungsbeiträge für andere abwassertechnische Anlagen zu klären. Schließlich beinhalte der Erschließungsbeitrag auch einen Kostenanteil für bestehende und schon früher für das Brühl gebaute Kanäle und Kläranlageneinrichtungen. Dieser Anteil müsse von der Gemeinde noch ermittelt werden, um ihn den Gebührenzahlern gutzuschreiben.

Reinigung spitze, Betriebsabläufe wirtschaftlich

Landesrechnungshof stellt Abwasserverband hervorragendes Zeugnis aus

Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hat bei einer vergleichenden Prüfung glänzend abgeschnitten. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Eschborn hatte im Auftrag des Landesrechnungshofes 20 Abwasserverbände aus Mittel- und Nordhessen unter die Lupe genommen und deren kaufmännischen und technischen Daten des Jahres 2005 ausgewertet. Auch die Organisationsstrukturen wurden beurteilt. Die Ergebnisse legen Zeugnis ab über die Qualität der Abwasserreinigung und die wirtschaftliche Lage der Verbände. In Langen hat sich der Verbandsvorstand inzwischen mit dem Bericht befasst. In der kommenden Woche wird er auch auf der Tagesordnung der Verbandsversammlung stehen. Pitthan hob hervor, dass der Abwasserverband unter seinem Geschäftsführer Werner Hötzel durchweg Spitzennoten erzielt habe. Der Prüfbericht stelle dem Verband mit seinen 20 Beschäftigten ein hervorragendes Zeugnis aus.

„Der Abwasserverband erfüllte seine Aufgaben sachgerecht und wirtschaftlich“, heißt es darin. „Er reinigte das Abwasser nach hohen Standards. Er unternahm kontinuierlich und erfolgreich Anstrengungen, den Betrieb seiner technischen Anlagen und Kanalnetze zu verbessern und die Reinigungsleistungen der Kläranlage zu steigern. Alle Tätigkeiten in der Technik wurden mit großem Sachverstand ausgeführt.“ Und: „Im Unterschied zu der Mehrzahl der geprüften Abwasserverbände besteht kein Handlungsbedarf in Bezug auf die Umstellung auf die kaufmännische Buchführung.“ Die gibt es laut Hötzel bei seinem Verband bereits seit zehn Jahren: „Wir betreiben unsere Anlagen schon seit langem nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Das ist bei uns Routine.“ Ein Wirtschaftsprüfer wacht dabei über die Ordnungsmäßigkeit und er bescheinigt Hötzel regelmäßig eine ordnungsgemäße Führung der Geschäfte.

Deutlich wird in dem Prüfbericht, dass der Abwasserverband sehr korrekt arbeitet, denn es gebe von den Betriebsausgaben bis zu den Personalkosten kein Gebiet, wo Einsparmöglichkeiten erkennbar seien. Zugleich attestieren die Fachleute dem Verband, dass er seine Aufgaben nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sachgerecht erfüllt – ein Hinweis auf die Kompetenz der Verbandsorgane mit Mitgliedern aus den beteiligen Kommunen. Auch die Beschäftigten mit Geschäftsführer Hötzel an der Spitze erhalten explizit ein dickes Lob. Schließlich heißt es in dem Bericht, die Anlagen würden zweckmäßig unterhalten und die Aufgaben mit großer technischer Kompetenz erfüllt. Anerkannt wird damit zudem, dass die Verbandsorgane ausreichendes und qualifiziertes Personal einstellen, das auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten im Bedarfsfall im Einsatz ist. Schließlich laufen die Anlagen rund um die Uhr.

Nicht minder positiv fällt die Bewertung der Reinigungsleistung auf der Kläranlage aus. Sie sei „sehr gut“. Das hat im Übrigen auch finanzielle Vorteile. Denn der Abwasserverband zahlt im Vergleich die niedrigste Abwasserabgabe, die für noch vorhandene Restschadstoffe im Ablauf laut Gesetzt entrichtet werden muss. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Gehalt dieser Schadstoffe im Langener Ablauf am niedrigsten ist.
Gereinigt wird im Wald westlich von Oberlinden das Abwasser von rund 55 000 Einwohnern aus Langen, Egelsbach und Erzhausen. Im Jahr laufen rund 5,5 Millionen Kubikmeter durch die biologische Reinigung. Die Zentralkläranlage ist auf eine Reserve von weiteren 20 000 Einwohnern ausgelegt.

Im Ergebnis zeigt der Prüfbericht laut Pitthan, dass „Betrieb und Dimension unserer Anlage allen gesetzlichen Erfordernissen entsprechen. Im Gegensatz zu vielen anderen Verbänden müssen wir nicht erweitern.“

Auch an der Organisationsform des Verbandes gibt es nichts zu rütteln. Sie ist nach Aussage der Prüfer zur Aufgabenwahrnehmung sinnvoll und angemessen Pitthan meinte, dass die Bewertung des Verbandes und vor allem auch der Betriebsleitung durch unabhängige Dritte ein deutlich anderes Bild vermittele als die sachlich inkompetente, polemische und mit Unwahrheiten versehene Darstellung der Gemeinde Egelsbach. Diese hatte der Geschäftsführung wegen der Bauarbeiten in der Kirchstraße und im Bereich der Trift unter anderem „fehlende Kompetenz“ vorgeworfen. „Wir haben die Mitglieder von Gemeindevertretung und Gemeindevorstand inzwischen in Schreiben detailliert über die Sachverhalte unterrichtet und die Vorwürfe widerlegt. An einer öffentlichen Schlammschlacht wollen wir uns aber nicht beteiligen“, meinte Pitthan.

Den kompletten Abschlussbericht des Landesrechnungshofes im PDF-Format erhalten Sie hier pdf_button

 

Neue Kanäle in der Kirchstraße und im Egelsbacher Westen

Tränkbach naturnah umgestaltet

Die Rohre sind verlegt: Bis auf kleine Restarbeiten hat der Abwasserverband die Kanalbauarbeiten in der Kirchstraße und im Westen von Egelsbach - im Wohngebiet südlich der Trift und im Neulandweg - abgeschlossen. Nach Angaben von Geschäftsführer Werner Hötzel betragen die Herstellungskosten „trotz einiger unvorhergesehener Dinge“ wie im Budget vorgesehen rund 3,3 Millionen Euro.

Während die Kanäle längst unter der Erde liegen, traten beim Straßenbau, für den die Gemeinde und der Abwasserverband zuständig sind, Probleme auf. In der Kirchstraße zeigte sich, dass die Versorgungsleitungen im Fußwegebereich besonders geschützt werden müssen, um durch Busse oder Lkws keinen Schaden zu erleiden. Hintergrund ist, dass die Straße niveaugleich gestaltet wird, schwere Fahrzeuge also auch über Flächen
fahren können, die früher den Fußgängern vorbehalten waren. Die erforderlichen Abstimmungen wurden durch die Gemeinde vorgenommen und es musste danach eine zusätzliche Betonschicht eingebracht werden. Dadurch kam es bei der Fertigstellung der Kirchstraße zu Verzögerungen. Die Bautätigkeit wird voraussichtlich noch bis Ende September andauern. Im Wohngebiet südlich der Trift ist das Pflaster hingegen verlegt und es stehen nur noch kleinere Arbeiten an.

Während die Kanäle in der Kirchstraße wegen ihres Alters erneuert werden mussten, waren die Projekte im Westen von Egelsbach Voraussetzung für die ordnungsgemäße Entwässerung des Neubaugebietes im Brühl. Von dort wird das Abwasser über den vorhandenen Nordsammler durch die Wolfsgartenstraße und die Trift in Richtung der Verbandskläranlage abgeleitet.

Berücksichtigen musste der Verband die Vorgabe des Regierungspräsidiums, dass die bisherigen Überflutungsflächen im Tränkbachbereich bei einem Starkregen trotz der zusätzlichen Mengen aus dem Brühl nicht mehr als in der Vergangenheit überschwemmt werden dürfen. Ohne zusätzliche Entlastungskanäle, die an das so genannte Trennbauwerk auf der Trift angeschlossen wurden und zu neuen Einleitestellen führen, wäre das nicht machbar gewesen. Der Überlaufschacht regelt, dass Wasser in den Tränkbach fließt, wenn der Nordsammler die Regenmassen nicht komplett aufnehmen kann. Allein mit Entlastungskanälen war es aber nicht getan. Ein neues Landesgesetz verlangt für Einleitegenehmigungen, dass der natürliche Zustand und die Selbstreinigungskraft der jeweiligen Gewässer deutlich gesteigert werden. Der Abwasserverband hat deshalb den Tränkbach auf einer Strecke von etwas zwei Kilometern - vom Anglerheim bis zur Einmündung in den Hegbach - naturnah umgestaltet. Viele Kurven, Staustufen, Inseln, Totgehölze und zusätzliche Bepflanzungen machen aus dem Bach jetzt ein mustergültiges Öko-Gewässer.

Alles in Egelsbacher Hand

Für Abwassergebühren und Gartenwasserzähler ist wieder Gemeinde zuständig

Ihre Bescheide für die Abwasser- und Niederschlagswassergebühren erhalten die Egelsbacher Grundstückseigentümer künftig wieder von der Gemeinde. Sie ist auch für die Abrechnung der Garten- und Brauchwasserzähler zuständig. Darauf hat der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hingewiesen, der sich zuletzt um diese Dienstleistungen kümmerte.

Nach Angaben von Geschäftsführer Werner Hötzel hatte der Verband die Gebührenerhebung und –abrechnung im Jahr 2005 von der Gemeinde Egelsbach übernommen. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass dies keine wirtschaftliche Lösung gewesen sei. „Bei uns sind dadurch vergleichsweise hohe Personalkosten entstanden“, erklärte Hötzel. Die Gemeinde könne hingegen die Abwasser- und Niederschlagswassergebühren in Sammelbescheide einpflegen, auf denen unter anderem auch die Grundsteuer und die Abfallgebühr ausgewiesen seien. Verschickt werden müsse dann nur noch ein Bescheid, das sei effektiver.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund: Die Kommunalaufsicht hat in der Zwischenzeit angemerkt, dass die Gebührenerhebung durch den Abwasserverband problematisch ist. Die Leistung hätte nämlich nach EU-Recht öffentlich ausgeschrieben werden müssen.

Vor diesen Hintergründen hatten der Egelsbacher Gemeindevorstand und der Abwasserverband im Mai einmütig die Rückübertragung an die Gemeinde beschlossen. Diese wird demnach die endgültige Gebührenabrechnung für 2008 vornehmen und die neuen vierteljährlichen Vorauszahlungen für 2009 festlegen. Die Bescheide dürften den Grundstückseigentümern wie in der Vergangenheit im Januar zugehen.

Wer einen Garten- oder Brauchwasserzähler (für eine Zisterne) hat, teilt die Verbrauchsmengen sinnvollerweise ebenfalls der Gemeinde mit, die sie in den Abrechnungen berücksichtigt. Wer sich aus Gewohnheit aber dennoch beim Abwasserverband meldet, hat keine Nachteile zu befürchten. „Wir leiten die Angaben dann selbstverständlich weiter“, sagte Hötzel.

 

Spannende Entdeckungsreise auf Kläranlage

Spannende Entdeckungsreise auf Kläranlage - Foto: Sorger/AbwasserverbandDie großen Kanalrohre auf dem Gelände des Abwasserverbandes Langen - Egelsbach - Erzhausen bieten allen Kindern Spaß. Eine Vorschulgruppe der städtischen Kita Nordlicht aus Langen ging jetzt in der Kläranlage auf Entdeckungsreise. Verbandsmitarbeiter Andreas Haufschild zeigte den Jungen und Mädchen, welchen Weg das Abwasser zurücklegt, bis es die Anlage gereinigt verlässt. Entscheidenden Anteil am Klärprozess haben Kleinstle-bewesen, die die Kinder am Mikroskop beobachten konnten. Alle waren sich einig, dass ein Besuch der Kläranlage sehr spannend ist.

Foto: Sorger/Abwasserverband

Beim Abwasserverband haben Schwalben Wohnrecht

Dort oben fliegen sie: Die NABU-Gruppe nahm in der Schlammentwässerungshalle des Abwasserverbandes die Rauchschwalben ins Visier. - Foto: Sorger/Abwasserverband- Naturschützer beeindruckt von hoher Zahl an Brutpaaren -

Die Rauchschwalben hatten es Mitgliedern der Ortsgruppe Langen des Naturschutzbundes bei einem Besuch der Kläranlage des Abwasserverbandes besonders angetan. In der Schlammentwässerungshalle sind nach den Worten von Betriebsführer Helmut Volpert 18 Brutpaare heimisch. Sie bilden damit die größte Brutkolonie in Langen und     Egelsbach. Insgesamt hat der NABU im vorigen Jahr in Langen 36 und in    Egelsbach 40 brütende Rauchschwalbenpaare gezählt.

Erstaunlich ist die Ortstreue der Vögel, die im März und April aus ihren Überwinterungsgebieten in Mittel- und Südafrika an ihre angestammten Brutplätze zurückkehren und sie spätestens im Oktober wieder verlassen. Durch den recht kalten und nassen Mai hat sich das Brutgeschehen etwas verzögert. Doch in der warmen Halle - sozusagen als Ersatz für einen Kuh- oder Pferdestall – sahen die Besucher zahlreiche Schwalben lebhaft ein- und ausfliegen. In einem Nest wurden bereits Junge gefüttert. Die meisten Schwalben waren jedoch noch mit dem Nestbau und der Eiablage beschäftigt.

Die NABU-Mitglieder lobten die Betriebsmannschaft des Klärwerks dafür, dass sie den Schwalben Jahr für Jahr „Wohnrecht“ gewährt und die mit dem anfallenden Kot verbundenen Verschmutzungen in Kauf nimmt. „Ohnehin stehen alle Schwalben sowie ihre Nester unter besonderem Schutz“, betonte Rudolf Lehmann von der Ortsgruppe. Beeindruckt waren die Teilnehmer aber nicht nur vom Schwalbenreich, sondern auch von der vorbildlich arbeitenden Kläranlage, die fortlaufend an die ständig verschärften Umweltauflagen angepasst wurde.


Foto: Sorger/Abwasserverband

 

Stadt LangenGemeinde EgelsbachGemeinde Erzhausen

© 2018 Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen
Körperschaft des öffentlichen Rechts

 

| Sitemap | Disclaimer | Impressum |