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Weniger Umlagen für die Abwasserreinigung

Verband erzielt Einsparungen bei den Betriebskosten und beim Kapitaldienst

Es wird nicht alles teurer: Dem Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen ist es gelungen, die Umlage für die drei Mitgliedskommunen zu senken. Im kommenden Jahr müssen sie 200 000 Euro weniger für die Reinigung des Abwassers bezahlen. Die Verbandsumlage sinkt demnach von 6,136 Millionen Euro auf 5,936 Millionen. Grund für diese erfreuliche Nachricht sind nach den Worten von Verbandsgeschäftsführer Werner Hötzel Einsparungen bei den Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie vor allem beim Kapitaldienst. Der Verband habe im Herbst größere Beträge zu sehr günstigen Konditionen umschulden können und müsse nun weniger Zinsen zahlen, sagte Hötzel. Es handele sich dabei um Kredite, die in den neunziger Jahren für den Neubau der Verbandskläranlage im Langener Wald südlich der B 486 aufgenommen wurden.

Mehreinnahmen verbucht der Verband durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das auch die Nutzung von Klärgas zur Stromerzeugung fördert. Für jede dadurch erzeugte Kilowattstunde erhält der Verband eine Vergütung. Immerhin ein Drittel seines Strombedarfs deckt er durch den Einsatz von Klärgas.

Mit einem Anteil von 67 Prozent an den 200 000 Euro spart die Stadt Langen als größte Mitgliedskommune bei der Umlagenreduzierung am meisten. Auf die Gemeinde Egelsbach entfallen 20 Prozent, auf Erzhausen 13 Prozent. Für Egelsbach und Erzhausen reinigt der Verband nicht nur das Abwasser. Er hat dort auch das jeweilige Kanalnetz in sein Eigentum übernommen und betreibt es.

Die Reduzierung der Verbandsumlage ist ein wesentlicher Punkt im Wirtschaftsplan 2005, den die Verbandsversammlung jetzt beschlossen hat. Bei den Investitionen ist vorgesehen, rund 300 000 Euro für den Bau einer Filteranlage auszugeben, mit der aus dem Kläranlagenablauf hygienisch einwandfreies Brauchwasser gewonnen wird. Vorversuche mit einer Testanlage hätten sich als erfolgreich erwiesen, sagte Hötzel.

Das durch die zukunftsweisende Technik der so genannten Membranfiltration aufbereitete Wasser soll für die Reinigung und Spülung der Becken und technischen Einrichtungen in der Kläranlage genutzt werden, außerdem für die Bewässerung der Grünflächen. Die Filteranlage werde sich auf Dauer rechnen, weil dadurch die derzeitigen Kosten für den Betriebswasserbedarf gesenkt werden könnten, erklärte Hötzel.

Für ein weiteres Projekt von herausragender Bedeutung will der Verband im ersten Quartal des kommenden Jahres die Aufträge vergeben. Vorgesehen ist, dass künftig das gesamte Rohabwasser direkt in die Zentralkläranlage eingeleitet wird. Gegenwärtig wird etwa die Hälfte der anfallenden Mengen in den Vorbehandlungsanlagen Erzhausen und Egelsbach zunächst grob gereinigt. Um die beiden Einrichtungen funktionsfähig zu halten, müssten sie mit hohem Aufwand umgebaut und modernisiert werden. Die Verbandsversammlung hatte sich deshalb schon vor drei Jahren für eine Lösung entschieden, die mit deutlich geringeren Kosten verbunden ist und zur Gebührenstabilität beiträgt, wie die Bürgermeister der drei Verbandskommunen – Dieter Pitthan (Langen), Rudi Moritz (Egelsbach) und Hans-Dieter Karl (Erzhausen) betonten.

Investitionen fallen allerdings auch bei dieser Lösung an. Um in den beiden Vorbehandlungsanlagen die Voraussetzungen für den Transport des Rohabwassers zu schaffen, müssen sie grundlegend umgebaut und mit neuen Pumpen ausgestattet werden. Die Kläranlage selbst benötigt einen neuen Sandfang. Die Erweiterung der Rechenanlage ist nicht erforderlich, da die Einrichtungen zur Feststoffentnahme bereits in der Vergangenheit mit ausreichenden Reserven ausgebaut wurden.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben, das bis Ende 2006 abgeschlossen sein soll, belaufen sich auf etwa 9,5 Millionen Euro. Das Land Hessen gewährt einen Zuschuss von 200 000 Euro.

Komplette Reinigung in der Zentralkläranlage

Abwasserverband investiert und spart auf Dauer Geld

Auch wenn jetzt erst mal investiert werden muss: Auf Dauer spart der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen mit der Umstellung seines Reinigungskonzeptes einen dicken Batzen Geld. Künftig soll das gesamte Rohabwasser direkt in die Zentralkläranlage im Wald westlich der K 168 eingeleitet werden. Heute wird etwa die Hälfte der anfallenden Mengen in den Vorbehandlungsanlagen Erzhausen und Egelsbach zunächst grob gereinigt. Allerdings sind die beiden Einrichtungen stark modernisierungsbedürftig, wie Verbandsgeschäftsführer Werner Hötzel mitteilte. Sie müssten mit hohem Aufwand umgebaut und auf Vordermann gebracht werden. Die Kosten dafür lägen deutlich höher als die jetzt von der Verbandsversammlung favorisierte Lösung, die zur Gebührenstabilität beitrage.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Verbandsvorstand die Hauptaufträge für das Projekt, das unter dem Titel „mechanische Abwasserreinigung“ geführt wird, vergeben: insgesamt 5,5 Millionen Euro. Rohbauten schlagen mit 2,8 Millionen Euro zu Buche, die Maschinentechnik mit 1,7 Millionen Euro und die Elektrotechnik mit einer Million. Auf den beiden Vorbehandlungsanlagen haben die ersten Arbeiten bereits begonnen. Ende 2006 will Hötzel
Vollzug melden.

Mit den Ergebnissen der EG-weiten Ausschreibung ist der Verbandsgeschäftsführer mehr als zufrieden: „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir die Gesamtkosten deutlich unterschreiten. Sie waren von einem Planungsbüro mit 9,6 Millionen Euro kalkuliert worden. Hötzel geht davon aus, dass die Schlussrechnung um eine Million günstiger ausfallen wird. Ausgaben getätigt werden müssen noch für eine Reservedruckleitung von Erzhausen nach Egelsbach, für Landschaftsarbeiten und für Baunebenkosten.

Unabhängig von der Notwendigkeit des Projektes, würden die Aktivitäten des Abwasserverbandes der Wirtschaft in der gegenwärtigen investitionsschwachen Zeit gut tun, meinte Hötzel. Bei der Vorbehandlung in Erzhausen und Egelsbach werden derzeit Grobstoffe und Sand aus dem Abwasser entfernt. In Zukunft kommen in den zwei verkleinerten Anlagen Pumpen zum Einsatz, die lediglich für den Transport des Rohabwassers sorgen, das dann
komplett in der Zentralkläranlage gereinigt wird.

Für Erzhausen wird aus Sicherheitsgründen eine zweite Druckleitung gebaut. Sie mündet im Bereich des Flugplatzes ins Kanalnetz Egelsbach. Bei einer möglichen Verstopfung der vorhandenen Rohre sowie bei Wartungsarbeiten soll die zweite Verbindung den Zufluss des Abwassers zur Kläranlage sicherstellen. Im Vorfeld des Flugplatzausbaus wurde im Bereich der verlängerten Piste und des umgeleiteten Hegbaches bereits ein 260 Meter langes Stahlschutzrohr verlegt.

Molkeswiese: Kanalverlegung abgeschlossen

Erschließung durch Abwasserverband günstiger als zunächst kalkuliert

Im Egelsbacher Neubaugebiet Molkeswiese ist der erste Teil der Erschließungsarbeiten beendet. Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hat zwischen Schillerstraße, Bahnlinie und K 168 die Kanalrohre verlegt. Durch den Verband werden jetzt bei den Grundstückseigentümern nach den Bestimmungen der kommunalen Entwässerungssatzung die Kanalerschließungsbeiträge erhoben.

In der Vergangenheit war für diese Bescheide die Gemeinde selbst zuständig. Nachdem der Abwasserverband aber bereits im Jahr 2001 das Egelsbacher Kanalnetz erworben hat, kümmert er sich dort unter anderem nun auch um die Abwassergebühren und die Kanalerschließungsbeiträge. Über die Höhe der Gebühren und Beiträge entscheidet allerdings nach wie vor die Gemeindevertretung, genauso wie über Satzungsänderungen.

Die Kanalerschließung hat insgesamt rund 300 000 Euro gekostet. Die Herstellungskosten lagen damit nach Angaben des Verbandes um etwa 100 000 Euro unter der ursprünglichen Kalkulation. In dem Neubaugebiet geht es jetzt mit dem Bau der Straßen weiter.

Solide gewirtschaftet


Abwasserverband schreibt seinen Mitgliedern Gebühren gut

Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hat auch im Jahr 2004 solide gewirtschaftet. Nach Mitteilung von Geschäftsführer Werner Hötzel ist das Jahresergebnis von der Verbandsversammlung inzwischen bestätigt worden. Die endgültigen Verbandsbeiträge beliefen sich danach auf 6,9 Millionen Euro.

Hötzel freut sich, dass der Verband wie schon in den Vorjahren ein Ergebnis erzielt hat, das sich im Rahmen der von den Mitgliedskommunen geleisteten Umlagen bewegt. Die Endabrechnung habe ergeben, dass für 2004 insgesamt rund 154 000 Euro auf Gebührenausgleichskonten für Langen, Egelsbach und Erzhausen gutgeschrieben werden können. Diese Regelung bestehe, da der Verband als Körperschaft des öffentlichen Rechtes keine Gewinne erzielen dürfe.

Für die Stadt Langen beträgt die Gutschrift 104 000 Euro, für Egelsbach 30 000 und für Erzhausen 20 000 Euro. Für die beiden Gemeinden reinigt der Verband nicht nur das Abwasser. Er hat dort auch das jeweilige Kanalnetz in sein Eigentum übernommen und betreibt es. Die Gelder auf den Gebührenausgleichskonten von Egelsbach und Erzhausen wird der Verband für die Kanalunterhaltung und künftige Erneuerungsprojekte verwenden.

Alles Wissenswerte über den Abwasserverband

Jetzt mit eigener Homepage im Internet

Alles über den Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen – das gibt es ab sofort im Internet unter www.abwasserlee.de. Verbandsvorsteher Dieter Pitthan (Langen) sowie seine beiden Stellvertreter und Bürgermeisterkollegen Rudi Moritz (Egelsbach) und Hans-Dieter Karl heißen die Besucher der Homepage – lee steht für Langen, Egelsbach, Erzhausen - herzlich willkommen. Auf derzeit mehr als hundert Seiten können sie sich in Wort und Bild über die Aufgaben des Verbandes, seine Geschichte, seine Mitglieder sowie die aktuellen Vorhaben informieren, in Satzungen nachlesen oder sich in ein Gästebuch eintragen. Damit möchte der Verband das Interesse an der Abwasserreinigung wecken und sich als moderner Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger präsentieren.

Ohne Frage hat der Verband, der das Abwasser von rund 50 000 Menschen reinigt und in Egelsbach und Erzhausen auch sammelt, eine Menge Wissenswertes zu berichten. Und das macht er in verständlicher Weise. Die Erläuterungen über die Abwassertechnik beispielsweise sind auch für Laien nachvollziehbar. Ein Blick in die Vergangenheit reicht zurück bis ins Jahr 1964, als der Verband von der Stadt Langen und der Gemeinde Egelsbach gegründet wurde. 1990 kam die Gemeinde Erzhausen hinzu. Weil für die Abwasserreinigung nicht jeder der drei Partner eine eigne Kläranlage betreiben muss, werden Kosten gespart. Übersichtlich beschreibt der Verband auf seinen Internetseiten, wie das Abwasser zur Kläranlage gelangt und wie es dort gereinigt und anschließend wieder dem Naturkreislauf zugeführt wird. Die hohe Qualität der Abwasserreinigung trägt dazu bei, dass Bäche, Flüsse und das Meer von Schmutzstoffen verschont bleiben. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Klärschlamm.

Verbandsgeschäftsführer Werner Hötzel hat bei der Gestaltung der Homepage auch an den Nachwuchs gedacht. Deshalb gibt es einen eigenen Kinderbereich, in dem ein lustiger Wassertropfen anschaulich durch die Kläranlage führt. „Wir wollen mit unseren Kinderseiten auch den Jüngsten die Abwasserreinigung näher bringen und sie mit unseren Aufgaben für den Umweltschutz vertraut machen“, sagte Hötzel.

Weitere Seiten befassen sich mit den Mitgliedern des Verbandes, seinen Organen oder der Verwaltung. Auch die Satzungen sind hinterlegt, ebenso die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für 2004. Darüber hinaus können Antragsformulare für Hausanschlüsse in Egelsbach und Erzhausen heruntergeladen, am PC ausgefüllt und mit der Post wieder zurückgeschickt werden. Ferner gibt es Hinweise auf aktuelle Projekte des Verbandes wie der Umbau und die Modernisierung der Außenanlagen in Erzhausen und Egelsbach mit dem Ziel, das Abwasser künftig ausschließlich zentral in der Verbandskläranlage in Langen zu reinigen. Stöbern können die Internetnutzer zudem in den Pressemitteilungen des Verbandes. Wer gezielt Informationen sucht, kann ein Stichwortverzeichnis verwenden. Der Abwasserverband lädt nicht nur zum Besuch seiner neuen Internetseiten ein, sondern nach vorheriger Anmeldung – Telefon 9083 - auch zu Führungen durch die Kläranlage. Wegen Bauarbeiten ist das in diesem Jahr jedoch nicht für Schulklassen möglich.

Kontoauszug irreführend

Kanalbenutzungsgebühren nicht eindeutig erkennbar

Beim Blick auf den Kontoauszug dürften sich manche Egelsbacher wundern. Die abgebuchten Kanalbenutzungsgebühren sind nicht klar als solche zu erkennen. Grund ist nach Angaben des Abwasserverbandes Langen/Egelsbach/Erzhausen eine falsche Textzuordnung des Gebietsrechenzentrums. Der Irrtum wurde bereits per Post an alle Betroffenen korrigiert. Eine entsprechende Mitteilung ist unterwegs oder bereits in den Briefkästen.

Mitte des Jahres hatte die Gemeinde Egelsbach die Erhebung der Kanalbenutzungsgebühren an den Abwasserverband übertragen. Der wiederum beauftragte mit der Abwicklung das Gebietsrechenzentrum, das bisher auch für die Gemeinde die Beiträge und Gebühren erhoben hat. Zunächst wurden für die zweite Jahreshälfte 2005 die Beitragsbescheide erfasst und versandt. Für die Zahlung der Abwassergebühr des dritten Quartals zum 15. September erteilten viele Egelsbacher dem Abwasserverband eine Vollmacht innerhalb des Lastschrift- Einzugsverfahrens. Dabei kam es nun bei der Belastung der Konten zu einer falschen Textzuordnung. Auf den Kontoauszügen steht ein Abbuchungsgrund, der nicht eindeutig als Kanalbenutzungsgebühr beziehungsweise Abwassergebühr identifizierbar ist.

Der Abwasserverband und sein Auftragnehmer werden alles unternehmen, damit ein solcher Fehler in Zukunft nicht mehr auftritt und entschuldigen sich bei den Kunden für etwaige Irritationen.

 

Stadt LangenGemeinde EgelsbachGemeinde Erzhausen

© 2018 Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen
Körperschaft des öffentlichen Rechts

 

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